Zum Inhalt springen
Telefonansagen · Preise

Was kostet eine professionelle Telefonansage?

Im Netz findest du Telefonansagen für 50 Euro und für mehrere hundert Euro. Hier erkläre ich, wofür du bei einer professionellen Aufnahme eigentlich bezahlst, woran du merkst, dass deine selbst gesprochene Ansage nicht mehr reicht, und wie oft eine Ansage erneuert werden sollte.

Von Pierre Huber, Sprecher aus Baden-Baden · Stand: Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Wofür du bei einer Telefonansage bezahlst

„Was kostet eigentlich eine Telefonansage?“ ist wahrscheinlich die Frage, die ich am häufigsten höre, direkt nach „Wie schnell geht das?“. Und die ehrliche Antwort lautet: kommt darauf an, aber ich versuche trotzdem, sie so konkret wie möglich zu beantworten.

Im Netz findest du Angebote zwischen 50 Euro und mehreren hundert Euro für eine einzige Ansage. Der Unterschied liegt fast nie am Text, sondern an dem, was man am Ende nicht direkt sieht: Wie professionell ist das Mikrofon, wird nachbearbeitet, gibt es überhaupt eine Korrekturschleife, oder ist das erste Take direkt das letzte.

Für eine Ansage mit zwei bis drei Modulen, also zum Beispiel Begrüßung, Warteschleife und Mailbox, inklusive Studioaufnahme und mehreren Korrekturrunden, bewegst du dich realistisch bei 200 bis 300 Euro netto. Einzelne kurze Ansagen sind günstiger, mehrsprachige oder sehr umfangreiche Projekte entsprechend teurer.

Günstiger geht fast immer, keine Frage. Nur lohnt es sich, vorher zu wissen, was dabei meistens als Erstes wegfällt: die Korrekturschleife, das Mastering, manchmal auch einfach die Ruhe, die eine gute Aufnahme braucht.

Was eine Telefonansage bei mir kostet

Bei mir startet eine Telefonansage bei 245 Euro netto für bis zu drei Module, zum Beispiel Begrüßung, Warteschleife und Mailbox. Darin enthalten sind die Studioaufnahme und drei Korrekturschleifen. Weitere Module kannst du günstig dazubuchen.

Den genauen Preis nenne ich dir, sobald ich deinen Text gesehen habe. Die erste Hörprobe mit deinem eigenen Text ist kostenlos, damit du vorher hörst, wofür du bezahlst.

Selbst sprechen oder Profi buchen? Fünf Warnsignale

Viele kleine Unternehmen sprechen ihre erste Ansage selbst ein. Schnell mit dem Handy, zwischen zwei Terminen, meistens mit der besten Absicht der Welt. Völlig verständlich, kostet nichts extra, fühlt sich persönlich an. Trotzdem gibt es ein paar Signale, an denen man ziemlich zuverlässig merkt, dass eine professionelle Aufnahme fällig wäre.

Zum Beispiel, wenn Kunden die Ansage von sich aus ansprechen, meistens mit einem Lachen oder dem Hinweis, dass man kaum etwas verstanden hat. Oder wenn die Aufnahme spürbar hallt, weil sie irgendwo im leeren Büro oder Flur entstanden ist. Auch das Tempo verrät viel: Klingt es gehetzt, hat vermutlich auch derjenige, der aufgenommen hat, keine Zeit dafür gehabt.

Manchmal liegt es auch daran, dass sich das Unternehmen seit der Aufnahme verändert hat, ein neues Logo, eine neue Website, ein anderer Auftritt, während die Stimme am Telefon noch aus einer ganz anderen Zeit stammt.

Das wichtigste Signal ist aber meistens das ehrlichste: Wenn du selbst zögerst, die eigene Ansage als repräsentativ zu bezeichnen. Dann weißt du es eigentlich schon.

Wann sich ein neuer Sprecher lohnt

Manchmal ist eine bestehende Telefonansage technisch völlig in Ordnung, klar aufgenommen, sauber gesprochen, und trotzdem passt sie nicht mehr richtig zum Unternehmen. Das passiert häufiger, als man denkt, besonders nach einem Relaunch oder einer neuen Positionierung am Markt.

Ein typisches Beispiel ist ein Unternehmen, das früher eher zurückhaltend und klassisch aufgetreten ist und sich inzwischen als modern und nahbar positioniert. Eine sehr förmliche, distanzierte Stimme aus der alten Zeit wirkt dann plötzlich wie ein Fremdkörper im neuen Auftritt.

Auch ein Generationswechsel in der Geschäftsführung oder eine neue Zielgruppe können ein Grund sein, über eine neue Stimme nachzudenken. Die Ansage sollte schließlich zu dem Unternehmen passen, das heute existiert, nicht zu dem von vor zehn Jahren.

Ein Stimmwechsel muss dabei nicht radikal sein. Oft reicht es schon, denselben Text mit einer anderen Tonalität neu aufzunehmen, um die Ansage spürbar zeitgemäßer wirken zu lassen.

Wie oft solltest du deine Telefonansage aktualisieren?

Ich habe schon Ansagen vertont, die noch den alten Firmennamen erwähnten, obwohl das Unternehmen seit zwei Jahren umbenannt war. Niemand hatte daran gedacht, die Aufnahme mit zu erneuern. Das passiert öfter, als man annimmt, weil eine Telefonansage einmal produziert wird und danach kaum noch jemand daran denkt.

Ein guter Anlass für eine Aktualisierung ist jede größere Veränderung im Unternehmen. Neue Öffnungszeiten, ein neuer Standort, ein anderes Angebot oder ein Ansprechpartner, der nicht mehr da ist. Sobald sich einer dieser Punkte ändert, sollte auch die Ansage mitziehen, sonst entsteht eine kleine Lücke zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was tatsächlich stimmt.

Auch ohne konkreten Anlass würde ich empfehlen, die Ansage etwa alle zwei bis drei Jahre einmal bewusst anzuhören. Klingt sie noch zeitgemäß, passt sie noch zum aktuellen Auftritt, oder wirkt sie inzwischen ein wenig aus der Zeit gefallen. Diese kurze Prüfung kostet wenig und verhindert, dass eine veraltete Aufnahme monatelang unbemerkt weiterläuft.

Viele Kunden lassen bei einer Aktualisierung gleich mehrere Varianten produzieren, damit Änderungen künftig schneller und günstiger umgesetzt werden können. Das lohnt sich vor allem, wenn ein Unternehmen wächst und sich absehbar öfter etwas ändern wird.