Ablauf und Dauer einer Hörbuchproduktion
Von der Anfrage bis zur fertigen Datei vergehen meist einige Wochen, nicht Monate. Hier zeige ich Schritt für Schritt, wie eine Hörbuchproduktion bei mir abläuft, wie viele Korrekturschleifen üblich sind und was nach der Aufnahme noch passiert.
Der Ablauf einer Produktion
Am Anfang steht ein kurzes Vorabgespräch, in dem wir Umfang, Genre und Zeitrahmen deines Projekts klären. Danach bekommst du eine kostenlose Hörprobe mit deinem eigenen Text, damit du sicher sein kannst, dass der Ton passt.
Nach der Buchung beginnt die eigentliche Produktion: Vorbereitung des Manuskripts, Aufnahme in mehreren Sitzungen und laufender Schnitt der bereits fertigen Kapitel. Zwischendurch bekommst du bei Bedarf erste Hörproben aus dem laufenden Buch.
Am Ende steht das fertige Mastering und die Übergabe aller Dateien in den vereinbarten Formaten. Von der Buchung bis zur fertigen Produktion vergehen je nach Umfang meist einige Wochen.
Wie lange dauert eine Hörbuchproduktion?
Nach dem Vorabgespräch und der kostenlosen Hörprobe beginnt die eigentliche Produktion. Wie lange sie dauert, hängt vor allem vom Umfang deines Buches ab. Ein schlankes Sachbuch mit vier Hörstunden ist deutlich schneller fertig als ein Fantasyroman mit zwölf Stunden und vielen Nebenfiguren.
Zur reinen Aufnahmezeit kommen Schnitt, Mastering und in der Regel zwei Korrekturschleifen pro Kapitel dazu. Das klingt nach viel, sorgt am Ende aber genau dafür, dass Aussprache, Tempo und Betonung wirklich zu deinem Text passen, bevor etwas veröffentlicht wird.
Insgesamt planst du am besten mit wenigen Wochen von der Buchung bis zur fertigen Produktion. Wenn es bei dir schneller gehen muss, etwa wegen eines Veröffentlichungstermins, sag mir das gleich zu Beginn, dann sehen wir gemeinsam, was machbar ist.
Wie viele Korrekturschleifen sind normal?
Zwei kostenlose Korrekturschleifen pro Kapitel sind bei mir Standard. Darin geht es um Aussprache, Betonung, Tempo und alles, was beim ersten Hören noch nicht ganz stimmig wirkt.
Wichtig dabei: Korrekturschleifen sind kein Zeichen dafür, dass etwas falsch gemacht wurde, sondern ein normaler und wichtiger Teil des Prozesses. Gerade bei Eigennamen oder ungewöhnlichen Formulierungen braucht es manchmal einen zweiten Blick.
Sollten darüber hinaus noch weitere Änderungen nötig sein, finden wir gemeinsam eine Lösung. Ziel ist immer, dass am Ende ein Ergebnis steht, mit dem du wirklich zufrieden bist.
Ein Tag im Studio
Ein Aufnahmetag im Studio beginnt meist mit einem kurzen Aufwärmen der Stimme und einem Blick auf das Kapitel, das an diesem Tag ansteht. Danach folgt konzentriertes Sprechen in überschaubaren Blöcken, mit kleinen Pausen dazwischen.
Diese Pausen sind wichtig, denn eine Stimme, die stundenlang ohne Unterbrechung arbeitet, verliert an Klarheit und Ausdruck. Lieber ein paar Blöcke mehr, dafür in gleichbleibend guter Qualität, als eine durchgehende Marathonsitzung.
Nach der Aufnahme folgt der technische Teil: Schnitt, Bereinigung kleiner Versprecher und Mastering. Erst wenn Klang und Lautstärke passen, ist ein Kapitel wirklich fertig für dich.
Mastering: Was nach der Aufnahme passiert
Nach der reinen Sprachaufnahme folgt der Schnitt: Versprecher raus, Pausen angleichen, Atmer entfernen, wo sie stören. Erst danach beginnt das eigentliche Mastering, bei dem Lautstärke und Klang so eingestellt werden, dass dein Hörbuch auf jedem Gerät gleich gut klingt.
Viele Plattformen haben dafür feste technische Vorgaben, etwa zur maximalen Lautstärke oder zum Rauschabstand. Diese Vorgaben einzuhalten ist kein Detail am Rande, sondern entscheidet mit darüber, ob dein Hörbuch überhaupt angenommen wird.
Erst wenn Schnitt und Mastering abgeschlossen sind, ist ein Kapitel wirklich fertig. Was am Ende bei dir ankommt, ist deshalb deutlich mehr als eine reine Rohaufnahme, es ist ein fertig produziertes Stück Audio.